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Symptome verstehen – Schmerz, Schwindel & Verspannungen

  • sonJA
  • vor 21 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen fragen sich: Warum habe ich immer wieder Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Schwindel oder fühle mich erschöpft? Symptome wie diese sind kein Zeichen von Schwäche oder Fehlfunktion. Sie sind Signale Ihres Körpers – Hinweise darauf, dass Ihr Nervensystem versucht, Sie zu schützen.


Das Nervensystem und seine Aufgabe

Ihr Nervensystem ist ein früh entwickeltes Steuerungssystem, das überlebenswichtig ist. Es bewertet fortlaufend, ob Situationen für Sie sicher sind. Dabei fließen nicht nur aktuelle Belastungen ein, sondern auch:


  • frühere Verletzungen oder Operationen

  • langanhaltender Stress

  • emotionale Überforderung

  • wiederholte Fehl- oder Schonhaltungen

  • Erschöpfung und Schlafmangel


Ein wesentlicher Teil ist das vegetative Nervensystem (steuert unbewusst Atmung, Herzschlag, Verdauung, Muskelspannung und Erholung). Wenn Ihr Nervensystem Gefahr oder Überlastung erkennt, reagiert es automatisch – oft schneller, als Sie bewusst denken.


Typische Schutzreaktionen des Körpers


Schmerz

Schmerz kann entstehen, um Bewegung zu begrenzen und Strukturen zu schützen.

Beispiel: Rückenschmerzen oder Knieschmerzen nehmen zu, wenn der Körper Stabilität vermisst oder Überlastung befürchtet.

Schmerz ist kein Fehlschlag, sondern ein Warnsignal Ihres Körpers: „Hier musst du vorsichtig sein, damit nichts überlastet wird.“


Muskelspannung

Anhaltende Spannung sichert ihre Gelenke.

Beispiel: Nacken- oder Kieferspannung bei hoher mentaler oder emotionaler Anforderung.

Muskelspannung ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper aktiv Schutz und Stabilität aufbaut – er sorgt dafür, dass Sie beweglich bleiben und Verletzungen vermeiden.


Schwindel oder Unsicherheit

Der Körper reagiert sensibel, wenn Gleichgewicht, Orientierung oder innere Stabilität beeinträchtigt sind.

Beispiel: Schwindel bei schnellen Drehbewegungen oder in unübersichtlichen Umgebungen.

Schwindel zeigt, dass Ihr Nervensystem aufmerksam ist und Ihren Körper vor Stürzen oder Verlust der Balance schützt.


Erschöpfung

Müdigkeit kann ein klares Stoppsignal sein.

Beispiel: Anhaltende Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf.

Erschöpfung ist kein Versagen, sondern ein Zeichen, dass Ihr Körper Ruhe und Erholung braucht, um sich zu regulieren.


Verdauungsbeschwerden

Der Verdauungstrakt ist eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden.

Beispiel: Blähungen, Reizdarm oder Magendruck bei Dauerstress.

Verdauungsbeschwerden sind ein Hinweis Ihres Körpers, dass etwas in Ihrem Alltag oder inneren Stresslevel zu viel ist – und dass Ihr System eine Gelegenheit braucht, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.


Diese Reaktionen sind körperlich real, neurophysiologisch erklärbar und keinesfalls „eingebildet“.


Warum Symptome manchmal bestehen bleiben

Wenn das Nervensystem über längere Zeit wiederholt Gefahr, Überforderung oder mangelnde Regulation wahrnimmt, passt es sich an und bleibt im Schutzmodus – selbst wenn die ursprüngliche Belastung vorbei ist.


Der Körper stellt sich dabei auf „Vorsicht“ ein:

  • Bewegung wird vorsichtiger

  • Spannung bleibt erhöht

  • Schmerz- oder Warnsignale treten schneller auf


Nach einer früheren Verletzung oder schmerzhaften Phase kann der Körper gelernt haben, bestimmte Bewegungen oder Situationen als riskant einzustufen. Auch wenn das Gewebe längst geheilt ist, reagiert das Nervensystem weiterhin mit Spannung oder Schmerz – aus der Erfahrung heraus, dass einmal Gefahr bestand.


Beispiel aus dem Alltag: Wer nach einer Knieverletzung wieder läuft, spürt vielleicht noch Wochen später eine leichte Spannung oder Unsicherheit beim Treppensteigen, obwohl die Verletzung längst verheilt ist.

Diese Reaktionen sind kein Zeichen von Schwäche oder Fehlfunktion. Sie zeigen, dass das Nervensystem gelernt hat, auf Nummer sicher zu gehen, um den Körper vor erneuter Überforderung zu schützen.


Therapie & Selbstwahrnehmung

Es geht nicht darum, Symptome zu ignorieren, sondern sie zu verstehen und den Körper Schritt für Schritt zu unterstützen.

Ziele dabei sind:

  • Sicherheit im Nervensystem wiederherstellen

  • Beweglichkeit und Stabilität fördern

  • Spannungsmuster lösen

  • den Körper wieder Vertrauen in Bewegung geben


Lernen Sie die Sprache Ihres Körpers zu verstehen – ich begleite Sie dabei, Ihre Signale wahrzunehmen und Schritt für Schritt wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

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